Die Physiotherapie

Aufgrund der Erstuntersuchung erstellt der Arzt einen Therapieplan für den Patienten. Zu den Anwendungen hat der/die Patient/in die Behandlungskarte mit dem Therapieplan mitzubringen. 

Folgende Therapien finden in unserer Abteilung statt: 

  • Krankengymnastische Behandlungen
  • med. Massagen
  • Wärmeanwendungen
  • Med. Bäder
  • manuelle Lymphdrainage
  • Elektrotherapie
  • Ultraschalltherapie
  • Kneippsche Güsse / Wassertreten

Gruppentherapien:

  • Atemtherapie für Erwachsene
  • Atemtherapie Vater/Mutter-Kind – 4 Jahre
  • Atemtherapie Kind 4 – 7 Jahre
  • Atemtherapie Kind 8 -14 Jahre
  • Kleinkindmassage ( 1 Elternteil und Kind – 4 Jahre
  • Beckenbodengymnastik für Frauen

Die Einzelanwendungen dienen der Schmerzlinderung, der Entspannung und Lockerung der Muskulatur. Die Gelenkbeweglichkeit wird gefördert, die Muskulatur gekräftigt. Sie erhalten kleine Anregungen für Zuhause, die Sie in den Alltag integrieren können und Übungen, die die Eigenwahrnehmung schulen.

Bei der ersten Krankengymnastik erstellt der/die Therapeut/in einen Kurzbefund:

  • Welchen Beruf üben Sie aus?
  • Betätigen Sie sich in irgendeiner Form regelmäßig Zuhause sportlich?
  • Wie ist die Haltung des Patienten?
  • Wo haben Sie Schmerzen und wie lange schon?
  • Haben Sie Ausstrahlungen/Parästhesien, wie z. B. Taubheitsgefühl?
  • Wann treten die Schmerzen auf?
  • Hatten Sie Unfälle, Vorerkrankungen oder Operationen?
  • Haben Sie Alltagsbelastungen wie Alleinerziehend, Mobbing, Partnerschaftsprobleme usw.?

Dann testet der Behandler die Gelenkbewegung und hält dies alles schriftlich fest.

Aufgrund dieses Befundes findet die Erstbehandlung statt mittels passiven oder aktiven Krankengymnastik-Techniken. Oft ist eine Beratung nötig wie z. B. bezüglich Kissengröße oder Schlafhaltung. Dann gibt es noch eine Hausaufgabe!


Bei der 2. Therapiesitzung wird nachgefragt, wie der Patient die Behandlung vertragen hat, ob sich das Beschwerdebild verändert hat oder ob sich verstärkt Schmerzen danach eingestellt haben. Waren die aufgetreten Beschwerden nach ca. 24 Std. verschwunden, ist das eine erwünschte Reaktion. Entsprechend erfolgt die Therapie wie bei der letzten Behandlung oder die Technik wird verändert. Oder die Schmerzen haben sich in einen anderen Körperteil verlagert, so dass an anderer Stelle therapiert wird.

Die med. Massagen erfolgen aufgrund der eingetragenen Diagnosen in dem Terminplan und nach Angaben des Patienten.

Meist wird die Massagebehandlung mit einer Wärmeanwendung wie Wärmepackung, Rotlicht oder Haslauer Wanne (= Wasserbett bei 37°) kombiniert. Mit beruhigenden und entspannenden Badezusätzen wie bspw. Lavendel haben Sie 15 Min. Auszeit in der Wanne. Nach dem Bade bitte mind. 10 Min. auf dem Zimmer nachruhen. Manchmal sind auch anregende Zusätze erforderlich oder welche zur Schmerzlinderung.

Die manuelle Lymphdrainage entstaut das Gewebe und wirkt entspannend. Diese Behandlung wird oft angewandt bei Venenproblemen oder einem Lymphödem.

Zur Unterstützung der Gesundung dienen auch die Elektrotherapie und die Ultraschallbehandlung. Entsprechend der Diagnose werden verschiedene Ströme wie bspw. Interferenz, AMF, Galvanisch, Tens angewendet. Diese wirken zusätzlich auf Muskeln und Gelenke positiv ein.

Eine Stärkung des Immunsystems erreichen Sie durch Kneippsche Güsse oder Wassertreten. Unsere Empfehlung für Zuhause: Jeden Morgen kalt „nachduschen“ bzw. Beine und Arme kalt abduschen. Vor allem bei Venenproblematiken sollte man sich das angewöhnen.

Für das „richtige“ Atmen erhalten Sie in der physiotherapeutischen Atemtherapie eine Anleitung. Ein kurzer Ausflug in die Anatomie ist notwendig, da eine gute Theorie die Voraussetzung für eine gute Praxis ist ( nach Tales). Ihre Atemmuskulatur wird entspannt und gestärkt, die Beweglichkeit im Brustkorbbereich verbessert und Sie erlernen atemerleichternde Körperstellungen. Meist erfolgt auch ein kleiner Entspannungsteil.

Zur Entspannung unserer Kleinen (4 Jahre) gibt es eine Gruppe „Kleinkindmassage“ unter Anleitung einer Therapeutin, die Behandlung erfolgt durch einen Elternteil. Wichtig dabei, dass die Kleinen auch gewillt sind, manchmal braucht das auch etwas Zeit….

Eine Gruppe Beckenbodengymnastik für Frauen findet einmal wöchentlich statt. Neben einem kurzen theoretischen Teil machen Sie in der Gruppe Übungen zur Wahrnehmung, Entlastung, Entspannung und Kräftigung Ihrer Beckenbodenmuskulatur. Je nach Bedarf gibt es noch einen Austausch zu dem Thema und Empfehlungen für Zuhause, falls eine weitere Abklärung und Behandlung erforderlich ist.